Unsere Ski- & Snowboardfortbildung 2018 in St. Moritz

Der Hochschulsport in Aachen führt jährlich eine Ski- und Snowboardfortbildung Mitte Dezember in St. Moritz, Schweiz durch. 2018 fand die Fortbildung vom 15.-20. Dezember mit 69 Teilnehmer/innen statt. Die Fahrt ist für angehende Ski- und Snowboardlehrende (RWTH interne Ausbildung) sowie als Fortbildung für Personen mit bereits bestandener Ausbildung.

Die Fortbildung beinhaltet aktuelle Themen der Fahrpraxis, Didaktik, Methodik und Theorie. In diesen Bereichen gestalten ausgewiesene Ausbilder/innen bis hin zu Mitgliedern des Bundeslehrteams des DSV die Fortbildung für Ski und Snowboard. Von der Unterkunft in Celerina aus haben wir direkten Anschluss an mehrere große Skigebiete: die Corviglia mit Direktanschluss an St. Moritz, zum Piz Corvatsch und zum Skigebiet Lagalb/Diavolezza.

Die Fortbildung findet an fünf Tagen statt (am ersten Tag halbtags). Nach dem Frühstück beginnt der praktische Teil der Fortbildung auf dem Berg. Der erste Programmpunkt beinhaltet stets das gemeinsame Aufwärmen mit darauf aufbauender Bewegungsaktivierung. Das Aufwärmen wird jeden Tag von einer anderen Gruppe der Teilnehmer/innen vorbereitet und durchgeführt. Die notwendigen theoretischen Grundlagen des Aufwärmens werden zu Beginn der Fortbildung vermittelt und durch Supervision der Ausbilder/innen während der Fortbildung sichergestellt.

Bewegungsbereit findet der weitere Unterricht in sportspezifischen Kleingruppen statt.  Während der ersten drei Tage trainieren Ski- und Snowboard getrennt. Am ersten Tag steht das Einfahren im Vordergrund. Die Teilnehmenden werden wieder mit ihrem Sportgerät vertraut, insbesondere durch Kontrastaufgaben und den Fokus auf die bewegungsbereite Grundposition beim Fahren. Mit dem Verbessern der individuellen Technik werden die Teilnehmenden auf die anstehende Ausbildung vorbereitet und allen wird die Möglichkeit gegeben, an individuellen Fehlern zu arbeiten. Dabei stehen Einzelanalysen und eine Videoauswertung auf dem Programm.

Die Methodik des Ski- und Snowboardunterrichts steht auf der Fortbildung im Mittelpunkt. Die Übungen in Kleingruppen werden daher intensiv genutzt, um das Bewegungssehen und die Fehleranalyse zu schulen und das Feedbackgeben und Stellen von Bewegungsaufgaben zu üben. An den letzten zwei Tagen besteht die Möglichkeit in verschiedenen Neigungsgruppen (polysportiv, Telemark, Riesenslalom, Extra-Technik, Piste-Powder-Park (Snowboard)) seinen persönlichen sportlichen Horizont zu erweitern.

In der Neigungsgruppe Riesenslalom, steckte die ehemalige Weltcupfahrerin Fanny Chmelar einen anspruchsvollen Lauf für die Teilnehmer. Mithilfe des Feedbacks der Trainer konnten sich alle von Lauf zu Lauf steigern und ihre Technik verfeinern. Alle hatten viel Spaß und genoßen die Möglichkeit einmal von einer Weltcupfahrerin trainiert zu werden.

Die Teilnehmer der Telemarkgruppe hatten es wohl am Schwierigsten, mussten sie doch eine ganz neue Skitechnik erlernen. Doch mithilfe der hochqualifizierten Trainer, konnten die Telemarkneulinge in den zwei Tagen des Kurses bereits große Lernerfolge verbuchen.

In der polysportiven Gruppe kamen Ski- und Snowboardfahrer zusammen und in der extra Technikgruppe hatte jeder die Möglichkeit, seine Technik noch einmal zu verfeinern. Zudem gab es einen Einblick in Übungen und Techniken, die in einer gemischten Gruppe sowohl mit Snowboardern als auch Skifahrern angewandt werden können.

Für Snowboard-Fahrer gab es die Neigungsgruppe Piste-Park-Powder, welche die Möglichkeit gab tiefere Einblicke ins Snowboarden Abseits von Piste. Sowohl eine Freestyle Einheit im Park am Vormittag, sowie Tiefschnee Fahren am Nachmittag standen auf dem Programm. Dabei wurde jeder Fahrer in der Gruppe in verschiedenen Bereichen gefordert, und viele neue Erfahrungen konnten gemacht werden.

Nach dem offiziellen Programm auf dem Berg sind noch ca. 1,5 Stunden Zeit für freies Fahren. Ein täglich wechselndes Küchenteam bereitet in der Großküche das Abendessen für die Teilnehmer/innen und Ausbilder/innen. Einmal pro Fortbildung steht jeder der Teilnehmenden in der Küche. Dieser Programmpunkt bereitet die angehenden Lehrenden auf die Extratouren mit Selbstversorgung vor.

An den Abenden werden verschiedene Aspekte des Ski- und Snowboardsports theoretisch  bearbeitet. Hierbei wurden Grundlagen der Organisation einer Extratour und die Arbeit im Snowsportteam gemeinsam erarbeitet und ein theoretischer Vortrag zum Riesenslalom gehalten. Eine Ausbilderin hat dabei außerdem sehr eindrückliche Einblicke in ihre Karriere als Weltcup-Fahrerin gegeben. Das Abendprogramm ermöglichte Einblicke in die Organisation einer Extra-Tour und förderte zudem den Zusammenhalt der Sportgruppe.

Zusammengefasst konnte jeder Teilnehmende der Fortbildung sowohl neue Lernimpulse und Techniken mit nach Hause nehmen, sowie bereits bekannte Inhalte aus der Ausbildung wiederholen. Dadurch können die Übungsleiter auf den Extra Touren auf ein konstant hohes Fachwissen zurückgreifen, und Ski-/Snowboardlehrer welche seit langem keine Gruppe mehr unterrichteten, können ihr Wissen auffrischen.

Lange Rede, kurzer Sinn: wir sind vorbereitet und freuen uns auf eine geile Saision mit EUCH!